Patienten­ratgeber

Inwiefern profitieren Sie als Patient von unserem Wundnetzwerk?

Chronische Wunden können mit einem strukturierten Diagnose- und Behandlungsmanagement durchaus abheilen. Wundmanagement geht dabei weit über die Lokaltherapie hinaus und beschreibt eine ganzheitliche, nachhaltige Versorgung von Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Rheuma, Autoimmunerkrankungen sowie Haut- und Tumorerkrankungen.

Wie sieht die Zusammenarbeit im Netzwerk aus?

Wundmanagement ist patientenorientiert, interdisziplinär und interprofessionell. Beim Auftreten einer Wunde muss zwingend eine ärztliche Diagnose gestellt werden, damit die Ursache gezielt behandelt werden kann. Bei der Behandlung arbeiten Pflege, Lymphtherapie, Podologie, Ernährungsberatung, Orthopädietechnik und orthopädische Schuhmacher zusammen.

Welche Rolle nehmen die spezialisierten Ärzte ein?

Sie stellen die Diagnose und leiten die Kausaltherapie ein – bei Bedarf zusammen mit Angiologie, Dermatologie, Rheumatologie und weiteren Disziplinen. Das chirurgische Wund-Debridement und die Behandlung von Infektionen und Abszessen ist ebenfalls eine fachärztliche Aufgabe: vornehmlich in der Praxis, bei immobilen Patienten auch in Pflegeeinrichtungen oder zu Hause in Zusammenarbeit mit der Spitex. Wundexperten aus der Pflege übernehmen in dieser Zusammenarbeit wichtige Funktionen.

Wie sieht ein optimales Wundmanagement aus?

Ziel ist neben der Wundheilung die Lebensqualität. Dank Netzwerkarbeit lassen sich stationäre Behandlungen und Amputationen häufig vermeiden. Entscheidend sind Qualifikation und Zusammenarbeit der Beteiligten – gefördert durch regelmässige Qualitätszirkel und Fortbildungen. Ein solches Wundmanagement befürworten auch die Kostenträger: Es verkürzt die Heildauer und spart Ressourcen.

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